THEATER LEBT - AUCH IN DER ERINNERUNG (Folge 4)


Weil wir heute das Osterfest feiern, schere ich für einige Tage aus der Chronologie der Premieren aus und springe ins Jahr 2017. Ich widme mich mit der Uraufführung von LUTHER! DAS KLARE WORT von Friederike Köpf einem weiteren religiös bestimmten Thema. Sie sehen auf der Postkarte Luther (Gerald Leiß) im Gespräch mit seinem Beichtvater und Lehrer Johann von Staupitz (Hartmut Scheyhing). Luther war immer wieder von der Sorge um sein Seelenheil und der Frage nach dem rechten Glauben geplagt. Er fühlte sich bis ins Innerste gefährdet. Er durchlebte Ängste und Höllenqualen. Wir sehen hier die Situation des theologischen und seelsorgerischen Gesprächs. Luther empfängt von seinem Beichtvater entscheidende Ratschläge für sein spirituelles Leben und seine Theologie. Staupitz’ mystisches Denken, das alles Leid des Menschen im Leiden Christi aufgehoben sieht, hatte entscheidenden Einfluss auf die reformatorischen Thesen Luthers.  Vielleicht bietet Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in den Zeiten der Krise auch eine spätere Erkenntnis Luthers, die sich u.a. auch aus den Lehren des  Staupitz’ entwickelte, heute etwas Trost. Einfach formuliert lautet sie: Wir Menschen müssen nichts leisten, um von Gott geliebt zu werden. (Fortsetzung folgt) LUTHER! DAS KLARE WORT von Friederike Köpf Premiere 4. März 2017, Theater Ansbach, Schwanenritterkapelle St. Gumbertus Inszenierung: Susanne Schulz Bühnenbild und Kostüme: Jan Hax Halama Musikalische Leitung: Hartmut Scheyhing

Choreographische Mitarbeit: Claudia Dölker Mit: Hartmut Scheyhing, Gerald Leiß Foto: Jim Albright

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